Fade
Fade




Kinderärztliche Praxis (Mai 2007)

Wagener-Stiftung zur Förderung des Wissens in der Sozialpädiatrie

Die 2005 gegründete, gemeinnützige Wagener-Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, die deutsche Sozialpädiatrie im Sinne der Optimierung von Forschung und Weiterbildung zu unterstützen, um die Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit manifesten oder drohenden Behinderungen - sei es seelischer, körperlicher oder geistiger Art - zu verbessern.
Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Organisation und Durchführung von wissenschaftlichen Fortbildungskursen, die Koordination der wissenschaftlichen Forschung sowie die Finanzierung von wissenschaftlichen Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Sozialpädiatrie.

Die erste, von der Wagener-Stiftung geförderte Fortbildungsveranstaltung, speziell für AssistenzärztInnen in Weiterbildung, fand im Herbst 2006 in Wuppertal statt und beinhaltete die Themen:
  • Grundzüge der Sozialpädiatrischen Diagnostik
  • Intelligenz- und Entwicklungstests
  • Ressourcenorientierte Diagnostik und Therapieplanung
  • Systemische Aspekte der Psychosomatik
  • Grundzüge der Ergotherapie, Heilpädagogik und Logopädie
  • Gesprächsführung
  • Sexueller Missbrauch
Im Laufe des Fortbildungstages wurde immer wieder an konkreten Fallbeispielen der interdisziplinäre Ansatz sozialpädiatrischen Denkens aufgezeigt und in praktischen Übungen erfahrbar gemacht. Diese Veranstaltung wurde in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin durchgeführt und von der Ärztekammer Nordrhein zertifiziert. Angesichts der großen Nachfrage und der im Anschluss an die Fortbildung überaus positiven Rückmeldungen, sind eine Wiederholung der Veranstaltung im Herbst 2007 sowie ein entsprechendes Angebot in anderen Regionen geplant.

Die Wagener-Stiftung unterstützt derzeit bereits verschiedene wissenschaftliche Forschungsprojekte.
  • In der Studie „Wertigkeit der Manualtherapie bei chronischen Kopfschmerzen im Kindesalter“ sollen Zusammenhänge zwischen funktionellen Störungen im Bereich der oberen Halswirbelsäule (KISS = Kopfgelenkinduzierte Symmetriestörung) und den nicht seltenen, chronischen Kopfschmerzen im Kindesalter untersucht werden. Obwohl die Manualtherapie eine der üblichen Behandlungsmethoden bei chronischen Kopfschmerzen darstellt und ihre grundsätzliche Wirksamkeit in den Leitlinien der verschiedenen Fachgesellschaften berücksichtigt ist, fehlen kontrollierte Studien zur Wertigkeit spezifischer Behandlungen in Bezug auf eine Verbesserung der Beschwerden. Kontrollierte Studien hierzu werden auch von der Gesellschaft für Neuropädiatrie gefordert.
  • Bei der Studie „Starke Mütter – Starke Kinder“ wird ein Modellprojekt des Deutschen Kinderschutzbundes, welches sich an Kinder im Alter von bis zu drei Jahren und deren Familien in benachteiligten Lebenslagen richtet, über einen Zeitraum von drei Jahren wissenschaftlich begleitet, um so Erkenntnisse über die Ergebnisse der Förderaktivitäten gewinnen zu können.
Des Weiteren konzentriert sich die Arbeit der Wagener-Stiftung auf ein zentrales längerfristiges Projekt: Da viele Einrichtungen, die sich um Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsproblemen kümmern, keiner Universität angegliedert sind, werden wichtige Daten für die Forschung im Bereich der Sozialpädiatrie nicht erfasst und somit auch nicht ausgewertet. Die Wagener-Stiftung plant den Aufbau einer Datenbank für die bessere Erfassung und Auswertung dieser Daten, um vorhandene Erkenntnisse zusammenzutragen, fachkundig auszuwerten und zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise soll die Stiftung dazu beitragen, das Wissen über die Entstehung und Aufrechterhaltung entwicklungsbedingter Störungen zu erweitern und für die Therapie nutzbar zu machen.

Weitere Informationen:
WAGENER-Stiftung
Heusnerstr. 40
42283 Wuppertal

Tel: 0202 / 896 30 40
www.wagener-stiftung.de
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können

Download des Artikels als PDF (158kB)
 

Wissen...

Aktion: Postkarte

...hilft entscheiden(d)!




Unsere Arbeit basiert auf den Grundsätzen guter Stiftungspraxis, erstellt durch den

Bundesverband Deutscher Stiftungen