Fade
Fade

Seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit Infantiler Zerebralparese (CP) und Spina bifida

Eine zerebrale Bewegungsstörung ist ein Risikofaktor für die psychosoziale Entwicklung. Im Vergleich zu gesunden Gleichaltrigen und im Vergleich zu Kindern mit anderen chronischen Erkrankungen zeigen Kinder und Jugendliche mit Infantiler Zerebralparese und Spina bifida häufiger Aufmerksamkeitsstörungen, emotionale Probleme wie Ängstlichkeit und depressive Stimmung, aber auch soziale Probleme mit Gleichaltrigen. Diese Probleme manifestieren sich früh im Entwicklungsverlauf und verbleiben vielfach bis in das jugendliche Alter. Die genauen Ursachen für die ausgeprägte Vulnerabilität der betroffenen Kinder und Jugendlichen sind noch weitgehend ungeklärt.

Das geförderte Projekt untersucht den spezifischen Einfluss ausgewählter biologischer, sowie familiärer und personaler Risiken auf die psychosoziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit Infantiler Zerebralparese und Spina bifida. Dazu werden in unserer multizentrischen Studie neben medizinischen Befunden insbesondere Daten zur Lebensqualität, zur seelischen Gesundheit, zur familiären Gesamtbelastung und zu den Alltagsfertigkeiten der Kinder/Jugendlichen aus elterlicher Perspektive erhoben. Übergeordnetes Ziel ist es, unseren Wissensstand über die Bedingungen einer gelungenen (familiären) Adaptation an die Erkrankung zu verbessern und damit die Grundlage für eine Verbesserung der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Infantiler Zerebralparese und Spina bifida zu schaffen. Psychische Begleiterkrankungen werden in der klinischen Routineversorgung noch unzureichend berücksichtigt. Eine frühzeitige Diagnostik und Therapie kann die psychosoziale Entwicklung des betroffenen Kindes positiv beeinflussen und damit assoziierte familiäre Belastungen reduzieren.

Literatur:

Ammerman et al. (1998). Psychiatric symtomatology and family functioning in children and adolescents with

spina bifida. J Clin Psychol Med Settings 5:449-465.

 

Holmbeck GN, Devine KA (2010). Psychosocial and Family Functioning in Spina Bifida. Developmental Disabilities Research Reviews 16:40-46.

 

McDermott S. et al. (1996). A Population-Based Analysis of Behavior Problems in Children with Cerebral Palsy. Journal of Pediatric Psychology.21, 44-463.

 

Parkes J.L. et al. (2008). Psychological problems in children with cerebral palsy: a cross-sectional European study. Journal of Child Psychology and Psychiatry. 49, 405-413.

 

Sigurdardottir S. et al. (2010). Behavioural and emotional symtoms of preschool children with cerebral palsy: apopulation-based study. Development Medicine & Child Neurology, published online 24th May

2010.doi:10.1111/j.1469-8749.2010.03698.x.

Projektleitung und Ansprechpartner zu diesem Projekt:

Prof. Dr. M. Storck (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften)
Prof. Dr. H. Bode (Universitätsklinikum Ulm)
Dipl. Psych. K.Kohleis (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften)

Kontakt:

Prof. Dr. M. Storck
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Fakultät Handel und Soziale Arbeit
Herbert-Meyer-Str. 7
29556 Suderburg
Telefon: +49 (0) 5826 988-63120
Fax: +49 (0) 5826 988-63004
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können
 

Wissen...

Aktion: Postkarte

...hilft entscheiden(d)!




Unsere Arbeit basiert auf den Grundsätzen guter Stiftungspraxis, erstellt durch den

Bundesverband Deutscher Stiftungen