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Jahresbericht 2013


Weitere Entwicklung der Stiftung


Nach dem Ausscheiden von Andrea Weidenfeld gab es unterschiedliche Überlegungen über den weiteren Schwerpunkt und die Ausrichtung der Arbeit der Stiftung. Favorisiert wurde letztendlich eine intensivere Kooperation mit der Universität Witten/Herdecke. Als Gründe sind einerseits anzuführen, dass die Stärkung der universitären Repräsentanz der Sozialpädiatrie wichtig ist (es gibt in Deutschland lediglich zwei Lehrstühle, davon wurde einer erst im Laufe 2013 eingerichtet), es andererseits in Witten den ausgewiesenen Schwerpunkt der personenzentrierten Medizin gibt, die ja auch im sozialpädiatrischen Alltag eine erhebliche Rolle spielt. Ferner wird in Witten aktuell ein Master-Studiengang Psychologie aufgebaut, wodurch ebenfalls Synergieeffekte erwartet werden konnten. Von unserer Seite war als Szenario eine Stiftungsprofessur mit Forschungsinstitut als Idee eingebracht worden. Dieser Vorschlag wurde auch seitens des Helios Klinikums Wuppertal positiv aufgegriffen, wobei eine Zusage über eine finanzielle Unterstützung in Höhe von € 15.000,- pro Jahr erfolgte. Die ersten Kontakte mit der Universität Witten/Herdecke verliefen aus unserer Sicht sehr vielversprechend, von der Universität wurde ebenfalls großes Interesse signalisiert. Im weiteren Verlauf stockten die Gespräche jedoch, wobei letztendlich seitens der wirtschaftlichen Führung der Universität geäußert wurde, dass das Projekt nicht weiter verfolgt werden soll. Die Gründe für diese Entscheidung wurden nicht mitgeteilt.


Wissenschaftliche Forschungsprojekte


In der Studie „ANUK - Auswirkungen nächtlicher Überwachung von Kindern bzw. Jugendlichen mit Epilepsie auf Schlaf und Lebensqualität der Familien“ wird aktuell die Auswirkung einer Überwachung durch das Gerät „EpiCare“ oder Babyphone auf die subjektive Schlafqualität und die Lebensqualität von Familien untersuchen. Die Studie wird in Kooperation mit dem HELIOS Klinikum Wuppertal, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin durchgeführt. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung unterstützt das Projekt.


Herausragendes Projekt in diesem Jahr war die Fortführung der Arbeit zum Thema „Qualität in der Sozialpädiatrie“. Im Jahr 2011 wurde ein erstes gemeinsames Projekt mit der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) und der Universität Witten Herdecke (Lehrstuhl und Institut für Gesundheitssystemforschung (IGFo), Leiter: Prof. Max Geraedts) zu diesem Thema durchgeführt. Die Wagener-Stiftung unterstützte das Projekt im Jahr 2012 mit einer Teilfinanzierung. Es gelang im Anschluss, ein weiteres drittmittelfinanziertes Folgeprojekt in Höhe von ca. 50.000 € durchzuführen. Dieses wurde im Rahmen einer Rotationsassistentenstelle am SPZ Wuppertal und am IGFo durchgeführt. Frau Dipl. Psych. Marta Skrundz hat als Inhaberin der Rotationsstelle in enger Kooperation mit dem Zentralen Qualitätsarbeitskreis der DGSPJ zunächst ein Datenset von 39 Qualitätsindikatoren entwickelt und diese anschließend in insgesamt neun SPZ auf Machbarkeit überprüft. Die Ergebnisse wurden in Teilen auf dem Jahreskongress der DGSPJ im September in Düsseldorf vorgestellt. Eine ausführliche Darstellung wird in zwei Fachartikeln erfolgen. Diese sind in Vorbereitung. Um diese Arbeit weiterzuführen wurde im Februar 2013 ein weiterer Förderantrag bei der Aktion Mensch gestellt, wobei der Entscheid bzgl. der Bewilligung noch aussteht.


Das Kooperationsprojekt mit der Universität Wuppertal (Prof. Friedrich Linderkamp, Professur für "Rehabilitationswissenschaften" am Institut für Bildungsforschung in der School of Education) zur Frage, ob Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund sich bei den Ergebnissen der Kaufman Assessment Battery for Children (K-ABC) von Kindern auf Familien ohne Migrationshintergrund unterscheiden, wurde fortgesetzt. Die komplette Datenerhebung ist erfolgt, ebenso die Auswertung. Eine Veröffentlichung ist in Vorbereitung. Als weiteres Projekt wurde eine Erhebung von Entwicklungsdaten von Kindern und Jugendlichen in einem interkulturellen Vergleich begonnen. Hierbei sollen Kinder und Jugendliche in Wuppertal mit Gleichaltrigen in Boston verglichen werden.

An dieser Stelle möchten wir auch allen noch nicht Genannten, die uns im vergangenen Jahr mit ihrem ideellen und / oder finanziellen Beitrag unterstützt haben danken.

Unser Dank geht an:

die Deutsche Gesellschaft
für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin
Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V.
das Helios Klinikum Wuppertal
Helios Klinikum Wuppertal
 

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Bundesverband Deutscher Stiftungen